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Georg Jochum

Georg Jochum
Dr. Georg Jochum
Arbeitsschwerpunkte: Nachhaltigkeitsforschung, Arbeitssoziologie, Postkoloniale Studien, Science and Technology Studies, Historische Soziologie, Utopieforschung

Aufenthalt als Fellow am Kolleg

April 2019 - September 2019


Projekte, Vorträge und Veröffentlichungen als Fellow

Während seiner Fellowship widmet sich Georg Jochum der Frage, welche sozial-ökologische Transformationen der globalen Arbeitsgesellschaft für einen Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft erforderlich sind. Er knüpft hierbei an Diskussionen um "Nachhaltige Arbeit" an, in denen ein Wandel der durch Arbeit vermittelten gesellschaftlichen Naturverhältnisse als zentral für die Nachhaltigkeitstransformation angesehen wird. Die Schaffung von sogenannten Green Jobs kann hierfür einen Beitrag leisten, ist aber sicher nicht ausreichend. Vielmehr stehen auch das Primat der marktförmigen Erwerbsarbeit und die Abhängigkeitsbeziehungen in den globalen Arbeitsketten der modernen Expansionsgesellschaft zur Disposition. Jochum fokussiert hierbei insbesondere auf die Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika und rekurriert in seiner Diskussion von alternativen Wirtschafts- und Arbeitsformen auf die lateinamerikanischen Debatten um Kolonialität, Buen Vivir und Post-Extraktivismus. Ergebnisse seiner Forschung wird er am 16. Juli im Rahmen des Forschungskolloquiums von Prof. Klaus Dörre präsentieren.


Veröffentlichungen (Auswahl)

Arbeit im Spannungsfeld von digitaler und sozialökologischer Transformation - Interferenzen, Synergien und Gegensätze. Zusammen mit Ingo Matuschek. In: Becke, Guido (Hrsg.): Gute Arbeit und ökologische Innovationen - Perspektiven nachhaltiger Arbeit in Unternehmen und Wertschöpfungsketten'. München: Oecom-Verlag (Erscheinen August 2019).

Die Steuerungswende. Zur Möglichkeit einer nachhaltigen und demokratischen Wirtschaftsplanung im digitalen Zeitalter. Zusammen mit Simon Schaupp. In: Butollo, Florian/Nuss, Sabine (Hrsg.), Marx und die Roboter. Vernetzte Produktion, Künstliche Intelligenz und lebendige Arbeit. Berlin: Dietz (Erscheinen Juli 2019).

Machtanalytische Perspektiven auf (nicht-)nachhaltige Arbeit. Zusammen mit Thomas Barth und Beate Littig.  In: WSI-Mitteilungen 1/2019, S. 3-12.

Wie werden wir arbeiten? Die sozio-öko-technologische Transformation der Arbeitsgesellschaft In: Smartopia - Geht Digitalisierung auch nachhaltig?"; Politische Ökologie Band 155. München: oekom verlag. 2018,  S. 90-95.

Nachhaltige Arbeit - die sozial-ökologische Transformation der Arbeitsgesellschaft befördern. Zusammen mit Thomas Barth und Beate Littig. In: Gaia 27(1), 2018, S. 127-131.

Plus Ultra oder die Erfindung der Moderne. Zur neuzeitlichen Entgrenzung der okzidentalen Welt. Bielefeld: Transcript-Verlag, 2017.

Kontroversen um nachhaltiges Arbeiten - Das Beispiel der Fischerei in Chile. Zusammen mit Leonor Quinteros-Ochoa. In: Arbeits- und Industriesoziologische Studien, Jahrgang 10, Heft 2, November 2017, S. 139-157.

Nachhaltige Arbeit. Soziologische Beiträge zur Neubestimmung der gesellschaftlichen Naturverhältnisse. Mit Thomas Barth und Beate Littig  (Hrsg,), Frankfurt/New York: Campus, 2016.

Kolonialität der Arbeit. Zum historischen Wandel der durch Arbeit vermittelten Naturverhältnisse. In: Barth, T./Jochum, G./Littig, B. (Hrsg.), Nachhaltige Arbeit. Frankfurt/New York: Campus Verlag, 2016, S. 125-149.