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Degrowth-Konferenz: ein Rückblick

Mehr als 3000 TeilnehmerInnen aus 74 Ländern trafen sich vom 2.-6. September 2014 zur 4. Internationalen Degrowth-Konferenz in Leipzig um gemeinsam über Alternativen zur Wachstumsgesellschaft und über das 'gute Leben' zu diskutieren.

Das Kolleg beteiligte sich an der Konferenz mit mehreren gut besuchten Vorträgen und Sessions. So hielt Barbara Muraca einen der Eröffnungsvorträge mit dem Titel 'Between Doom and Utopia: Degrowth as a way out of the crisis?' in dem sie der Frage nachging, ob die Degrowth-Vision als konkrete Utopie den Weg aus der Krise zeigen kann. Der Vortrag von Barbara Muraca kann hier angesehen werden (in englischer Sprache).

In der Session ' How growth enters our imaginaries and how we may get rid of it', die von Stephan Lessenich moderiert wurde, hielt Hartmut Rosa einen Vortrag zu 'Striving for growth, yearning for degrowth? Resonance as a solution to the good-life problem'. Auch dieser Vortrag steht online bereit und kann hier angeschaut werden.

In einer weiteren wissenschaftlichen Session, die von MitarbeiterInnen des Kollegs organisiert wurde und die sich mit Fragen sozialer Ungleichheit und Degrowth befasste, trugen die Kolleg-Fellows Stephan Voswinkel und Stephanie Hürtgen vor sowie Tine Haubner, Tilman Reitz und Hartmut Rosa. Ziel der Session war es, Kategorien wie 'Klasse', 'Ungleichheit' und 'Herrschaft' verstärkt in den Degrowth-Diskurs einzuspeisen.

Darüber hinaus hatten wir die Vorabversion des 'Postwachstumsatlas' dabei, die von bei vielen TeilnehmerInnen auf großes Interesse stieß. Auch die Umfrage des Kollegs unter den KonferenzteilnehmerInnen, die darauf zielt, mehr über die soziale Zusammensetzung der Degrowth-Bewegung, über die alltägliche Praxis ihrer AnhängerInnen und über deren unterschiedliche Meinungen zu Wachstum und Postwachstum zu erfahren, traf auf viel Zuspruch. Aktuell sind wir dabei, die Fragebögen auszuwerten, das Ergebnis wird in einigen Monaten auch auf der Internetseite des Kollegs zu lesen sein.

Ein Bericht der Konferenz von Ulrich Brand, der auch erörtert, ob der Kongress in Leipzig der Beginn einer neuen Bewegung ist oder sein kann, findet sich hier.

Weitere Konferenzbeiträge können sich in den Youtube-Kanälen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Extraenvironmentalist und von Ecapio angesehen werden.