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Buch 'Arbeiterbewegung von rechts?' erschienen


Am 4. Oktober erscheint das Buch "Arbeiterbewegung von rechts? Ungleichheit - Verteilungskämpfe - populistische Revolte", das von Karina Becker, Klaus Dörre und Peter Reif-Spirek herausgegeben wird.

Das Buch interveniert in die in Sozialwissenschaft und Politik international kontrovers geführte Debatte um die Ursachen des gegenwärtigen Aufstiegs des Rechtspopulismus und beleuchtet seinen Zusammenhang mit der sozialen Frage. Es setzt an der Beobachtung an, dass rechte Parteien wie die FPÖ in Österreich, der Rassemblement National (ehemals Front National) in Frankreich, die AfD in Deutschland oder US-Präsident Donald Trump beachtliche Wahlerfolge auch bei - zum Teil gewerkschaftlich organisierten - Arbeiterinnen und Arbeitern erzielen. Dies wirft eine Reihe von Fragen auf, die zivilgesellschaftliche Akteure, aber auch Forscher_innen aus den Sozialwissenschaften höchst unterschiedlich beantworten: Handelt es sich bei den rechtspopulistischen Formationen tatsächlich um »Arbeiterbewegungen von rechts«? Oder haben wir es doch mit politischen Akteur_innen zu tun, die mehrheitlich im Bürgertum und den Mittelschichten verankert sind? Welche Ursachen und Motive sind für den Aufstieg des rechten Populismus verantwortlich? Sind soziale Deklassierung und Deprivation ausschlaggebend? Geht es den Anhänger_innen der Neuen Rechten primär um Besitzstandswahrung? Ist Wohlstandschauvinismus das Hauptmotiv? Und nicht zuletzt: Wie kann dem Aufstieg der Neuen Rechten entgegengewirkt werden? Welchen Beitrag können Gewerkschaften und demokratische Parteien leisten?

Die Antworten, die dieses Buch versammelt, fallen uneinheitlich und teilweise kontrovers aus. Dies macht die Besonderheit dieses Bandes aus. Themen und Autor_innen sind so gewählt, dass ein breites Debattenspektrum erkennbar wird.